Wenige Teile am Auto erfreuen sich weniger Beachtung als die Auspuffanlage. Sie wird von den meisten so hingenommen, wie sie ist. Vielleicht werden Löcher hineingebohrt oder nötigenfalls beseitigt, eventuell wird ein Sportendrohr montiert. Seine großen fünf Minuten erlebt das Abgassystem nur beim Zittern während der ASU.
Wesentliche Aufgabe einer Auspuffanlage ist die Entsorgung der Abgase aus dem Brennraum. Das funktioniert durchaus auch ohne kompliziertes Rohrsystem, ermöglicht aber besonders im Stand, dass die Abgase in die Ansaugluft des Motors und den Fahrzeuginnenraum gelangen, was es zu verhindern gilt. Zudem hat die Auslegung der Anlage großen Einfluss auf den Ladungswechsel und somit auf subjektiv empfundene Motorcharakteristik.
Oft entscheidet die Motorform die Auslegung der Auspuffanlage. So sind mehrflutige Anlagen, in denen alle Komponenten doppelt oder vierfach vorhanden sind, oft bei Motoren mit mehreren Zylinderbänken verbaut. Dies kann jedoch auch bei größeren Reihenmotoren vorkommen. Die Anzahl der sichtbaren Endrohre hat dazu keine Aussagekraft. Die einzelnen Komponenten werden von Rohren verbunden, die entweder durch Schellen oder Schweißnähte fixiert sind.
An die Zylinderköpfe schließen sich die Auspuffkrümmer an, die wegen ihrer Nähe zu Motorhitze und ungekühlten Abgasen anfällig für hitzepannungsbedingte Risse sind. Handelt es sich um ein Fahrzeug mit Turbolader, befindet sich dieser am anderen Ende zwischen Krümmer und Hosenrohr. Das Hosenrohr sammelt mit seinen ‘Beinen’ die einzelnen Stränge des Krümmers auf und vereint sie zu einem Rohr mit größerem Durchmesser. Hier endet auch schwingende Teil der am nicht starr eingebauten Motor verbauten Anlage.
Vor dem Katalysator kommt eine flexible Verbindung zum Hosenrohr. Der Kat selbst regelt in Kombination mit der Lambdasonde die Abgasentgiftung durch chemische Reaktionen in seinem metallbeschichteten Inneren. Hierzu ist eine hohe Mindesttemperatur notwendig, ein Schutzblech auf der Unterseite des Katalysators beugt Abkühlung durch Spritzwasser vor. Dieselfahrzeuge können hier zusätzlich mit einem Partikelfilter ausgestattet sein, der die Rußpartikel sammelt und durch chemische Additive oder Verbrennung weitestgehend neutralisiert. Ab dem Kat ist die Rohranlage vibrationsfrei am Unterboden befestigt.
Dem Katalysator schließt sich der Endschalldämpfer zur Dämmung der Explosionsgeräusche an. In ihm werden gezielt von Trennblechen geteilte Schallwellen durch gegenseitige Überlagerung eliminiert. Dem auch als Endtopf bekannten Teil können weitere Vor- und Mittelschalldämpfer, die in der Regel mit Stahl- oder Mineralfasern gefüllt sind und so den Schallwellenstrom verändern, vorgelagert sein.
Stahl auf Stahl bremst schlecht. Unfallopfer von Straßenbahnen können das bestätigen, und Eisenbahnen tragen nicht ohne Grund Sandstreuer als Haftvermittler in Nähe der Räder. Beim Auto verzögert zwar Gummi auf Asphalt, doch geschieht dies nur korrekt, wenn bei den Bremsen nicht Metalle wegen abgenutzter Bremsbeläge ewig aufeinander herumquietschen.

Bei den bei Autos üblichen Scheiben und Trommelbremsen gibt es mit Radgeschwindigkeit rotierende Metallteile, die Scheiben oder Trommeln. Gegen diese drücken mit Bremsbelegen versehene Bremsklötze bzw. –backen.
Europäische Beläge bestehen aus nicht asbesthaltigen Faserstoffen wie etwa Glas, Kevlar®, Twaron®. Hinzu kommen kommen 10 – 30 % metallische Bestandteile wie Kupfer oder Stahl. Unter Zuhilfenahme von Füllstoffen und temperaturbeständigen Harzen wird diese Mischung auf eine metallene Trägerplatte aufgebracht.
Als Verschleißteile werden statische wie rotierende Teile der Bremsanlage mehrfach im Autozyklus gewechselt. Hierbei gilt es zu beachten, an einer Achse stets beide Bremsklötze bzw. -backen gemeinsam auszutauschen, um einseitiger Bremswirkung vorzubeugen. Kommen neue Scheiben an die Achse, müssen auch neue Klötze montiert werden, da sich die Alten durch Abrieb an die ehemaligen Scheiben angepasst haben.
In der EU sind nur Bremsbeläge der ECE-R-90-Norm für den entsprechenden Wagen zugelassen. Wegen der immensen Wichtigkeit, die diesen Bauteilen zukommt, sollten alle Reparaturen an der Bremsanlage nur von sehr erfahrenen Schraubern oder Fachwerkstätten vorgenommen werden. Schon bei der nächsten Bremsung oder spätestens beim TÜV macht sich hier professionelle Arbeit bezahlt.
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Bremsen sind das A und O bei jedem Fahrzeug. Ohne die entsprechende Bremskraft, kann jede Pferdestärke potentiell tödlich sein. Dementsprechend sollte man bei hoher Motorleistung auch über die passenden Bremsen verfügen. Und hier empfehlen sich ganz klar Sportbremsscheiben.
Prinzipiell funktioniert eine Sportbremsscheibe wie jede andere Bremsscheibe auch. Auch sie ist fest an der Achse montiert und wird durch die Bremsbacken des Bremssattels abgebremst. Die kinetische Energie wird in Abrieb und Wärme umgewandelt.
Generell beeinflusst das Material und die Oberflächenbeschaffenheit aber ganz besonders der Durchmesser der Bremsscheiben die letztendliche Bremskraft. Im Allgemeinen gilt, je größer der Durchmesser, desto größer auch das Bremsmoment und damit auch die Verzögerungskraft. Unbegrenzt lässt sich dieser Zusammenhang auch im Rennsport nicht umsetzen, da der Felgendurchmesser naturgemäß auch das Maximum des Bremsscheibendurchmessers limitiert. weiterlesen »
Mit Ersatzteilen von Mazda verhält es sich wie mit Organspenden für jedes andere Fahrzeug. Ob Schrottplatz, Verwerter, ebay oder Vertragshändler, Vergleichen und ein kundiges Auge sind immer von Nöten. Jedem, dem eine entsprechende Qualifikation abgeht, sei an dieser Stelle der Gang zur Vertragswerkstatt ans Herz gelegt.
Wer keine Angst vorm Schrauben hat, einen älteren Mazda sein eigenen nennen kann und Ahnung von der Materie besitzt, der sollte vielleicht zuerst einmal den Weg zum Schrotthändler seines Vertrauens antreten.
Hier lassen sich oft auf Lager gut erhaltene gebrauchte Autoteile finden. Ob nun Stoßdämpfer, Bremsen, Federn oder vielleicht sogar ein originaler Aschenbecher, die Auswahl ist vielfältig. Vor allem zu Beseitigung von Blechschäden lohnt sich der Weg auch wenn man nicht immer den Kotflügel in der richtigen Farbe findet. weiterlesen »
Zuweilen kann es ganz schön kostspielig sein, seinen geliebten, alten Mercedes in Schuss zu halten. Seelig sind jene, die in ihrer Nachbarschaft einen Autoverwerter wissen. Sie sind wahre Fundgruben für Schnäppchenjäger und Selberschrauber. Es muss halt nicht immer Ebay sein…
Erste Adresse für Mercedesbesitzer ist hier das Gebrauchtteile-Center von Mercedes in Neuhausen bei Stuttgart. Bei diesem Verwerter findet sich alles, was jemals einen Stern getragen hat, oder beinahe.
Hier stehen nicht nur Schrottwagen und gewöhnliche Teilespender rum sondern auch Prototypen, Versuchsfahrzeuge und ausgesonderte Fahrzeuge aus der Fertigung, die noch keinen Meter gefahren sind. Auch unverbaute Ersatzteile werden hier von dem Unternehmen gelagert. Sie sind während der Produktion ausgesondert worden, meist nur wegen Lackschäden oder ähnlichen vernachlässigbaren Mängeln, und sind damit eigentlich so gut wie neu. weiterlesen »
Stockt der Motor, bricht die Leistung ein oder lässt er sich gar nicht mehr starten, dann ist vielleicht der Zündverteiler defekt. Er ist der Taktgeber des Motors. Stimmt mit ihm etwas nicht, gerät das ganze Aggregat aus dem Rhythmus.
Nicht zwangsläufig wird damit der Austausch der gesamten Baugruppe erforderlich. Die Ursachen für ein Versagen des Zündverteilers können vielfältig sein.
Zuerst einmal sollte überprüft werden, wo das Problem wirklich liegt. Der Verteiler kann undicht, die Kontakte korrodiert oder die Einstellung verstellt sein. Vielleicht liegt der Defekt auch nicht im Verteiler, sondern in der Zündspule oder den Zündkerzen, diese sollten ebenfalls überprüft werden.
Die primären Funktionen des Zündverteilers sind die Auslösung des Zündfunkens mittels Zündunterbrechung oder Hallgeber und die Verteilung der in der Zündspule erzeugten Spannung an die Zündkerzen.
Häufig ist das einzig sichtbare Teil die Verteilerkappe. Sie beherbergt jene Kabel, die zu den Zündkerzen führen sowie das Hochspannungskabel der Zündspule. Auf ihrer Innenseite befinden sich die Verteilerläufer. Ihre Spitzen bilden die Kontaktflächen über die der Strom übertragen wird. Darauf folgt meist der Zündunterbrecher und dann die Verteilerwelle, die selbigen steuert.
Zwar haben sich die Autos heutzutage wesentlich verbessert, was die Durchrostung anbelangt. Die Autohersteller
sind mittlerweile so weit, dass sie bis zu 10 Jahre Rostgarantie auf Neuwagen geben, dennoch kann Rost das Aus für jedes Fahrzeug bedeuten.
Es bewegen sich noch Millionen alter und älterer Autos auf unseren Straßen, wo deutlich zu erkennen ist: “Hier nagt der Rost.” Unaufhaltsam frisst sich der Rost durch das Fahrzeug und beginnt häufig am Unterboden und an den Kotflügeln, da diese dem Spritzwasser am meisten ausgesetzt sind.
Wodurch entsteht Rost?
Durch einen chemischen Prozess! Feuchtigkeit verbindet sich mit Sauerstoff und bringt das Metall zum Rosten. Bevor diese chemische Reaktion beginnt, hat sich unter dem Lack schon Feuchtigkeit durch Steinschlag oder ähnlichem
gebildet. Um hier den Rost professionell zu beseitigen, muss der Kotflügel demontiert und sandgestrahlt werden.
Der Kotflügel muss komplett vom Lack und der Grundierung befreit werden. Nach dem Sandstrahlen wird der Kotflügel grundiert und anschließend lackiert. Ist beim Sandstrahlen nicht jede Stelle frei von Rost, müssen diese Stellen vorher mit einem Rostumwandler bearbeitet und geschliffen werden. Handelt es sich nur um 1-2 kleine
Roststellen, die am Auto ausgebessert werden sollen, wird auch hier an der Roststelle der alte Lack total entfernt.
Handelt es sich um einen Oldtimer mit einem Originallack, klebt man am besten die zu behandelnde Roststelle drumherum ab. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, entweder Rostumwandler, oder die Roststelle verzinnen, schleifen, spachteln, grundieren und lackieren. Die dauerhafte Lösung, gerade für einen Oldtimer ist verzinnen. An dieser Stelle wird es nicht wieder rosten.
Und immer daran denken, zuviel Rost kann das AUS beim TüV bedeuten
Warum einen Neuwagen kaufen, wenn man einen Unfallwagen für günstiges Geld bekommen kann und die Instandsetzung erschwinglich ist?! Beim Gebrauchtwagenkauf ist zu empfehlen immer eine fachkundige Person hinzuzunehmen. Sollte der Wagen noch fahrtüchtig sein, sollte man diesen bei einer Probefahrt in die Werkstatt seines Vertrauens fahren und den Wagen auf der Bühne genau unter die Lupe nehmen, um nicht die Katze im Sack zu kaufen.
Ein niedriger Kilometerstand ist nicht immer ein Indiz dafür, das der Wagen wirklich so wenig gelaufen ist, wie auf dem Kilometerstand angezeigt wird. Mit leicht krimineller Energie lässt sich ein Kilometerstand schnell mal um ein paar Tausend Kilometer zurückdrehen. Weiteres auf das Sie achten sollten:
Wenn der Kotflügel nicht mehr auszubeulen ist, lieber günstig auf dem Schrott einen neuen kaufen und neu lackieren lassen. Genauso verhält es sich mit Blechschäden beim gesamten Gebrauchtwagen. Es ist sehr Zeitaufwendig größere Blechschäden instandzusetzen. Erst die Beule aus dem Blech herausholen, verspachteln, schleifen und neu zu lackieren. Muss man im Verhältnis zueinander sehen - Arbeitszeit zu Neukauf eines gut erhaltenen Schrottteils.
Ersparen Sie sich den Ärger und begutachten Sie den Unfallwagen genau, damit sie nach der Reparatur lange Freude daran haben.
Wer seinen Gebrauchtwagen auf Erdgas umrüsten will, sollte im Durchschnitt mit Kosten von 500 Euro pro Zylinder rechnen.
Generell lohnt sich ein solcher Umbau nur dann, wenn das Fahrzeug noch einige Jahre gefahren wird. Zu alte Autos, bei denen fest steht, dass sie vielleicht noch ein oder zwei Jahre im Straßenverkehr bewegt werden, sind wohl kaum für einen Umbau geeignet.
Um eine sichere Entscheidung zu treffen, wäre eine Kosten-Nutzen-Rechnung sinnvoll. Man sollte sich nicht nur allein die Frage stellen, wie lange der Gebrauchtwagen noch gefahren wird, ob er den nächsten TÜV-Termin übersteht etc. .
Es sollte auch überlegt werden, welche Strecken man durchschnittlich in der Woche oder im Monat zurücklegt, wie hoch der Benzinverbrauch des Gebrauchtwagens aktuell ist und wie viel Geld man durch den Umbau auf Erdgas einsparen kann.
Beispiel:
Jemand fährt an 5 Tagen in der Woche zur Arbeit und legt täglich etwa 100 km zurück. Der Gebrauchtwagen verbraucht im Durchschnitt 8 Liter bei dieser Strecke. Bei den heutigen Benzinpreisen sind das in etwa 11,50 pro Tag.
Der Motor ist ein Vierzylinder, der Besitzer hat also mit Umbaukosten von etwa 2000 bis 2500 Euro zu rechnen.
Selbst wenn der Verbrauch weiterhin bei 8 Litern läge, wäre in den 6 Jahren soviel Geld eingespart worden, dass man nicht nur die 2000 Euro schnell wieder raus hat, sondern Tausende Euros spart.
In so einem Fall lohnt sich der Umbau definitiv.
Bis dass der TÜV uns scheidet - von wegen….
Der Kadett ist doch erst 20 Jahre alt. Es gibt Flugzeuge und Schiffe, die dann immer noch auf weite Reise gehen. Zugegeben, die werden öfter gewartet, was dem Kadett in den letzten Jahren auch gut gestanden hätte. Zuerst einmal muss diese Verdunkelungsfolie von der Scheibe, für die sowieso keine Allgemeine Betriebserlaubnis mehr vorliegt. Und das kleine Birnchen im Bremslicht hinten rechts kann ich auch selbst austauschen.
Je weniger Mängel zu finden sind, umso besser ist es immer bei einer Fahrzeugvorführung. Daher lohnt es sich auf jeden Fall auch als Laie, wenigstens mal einen Blick ums Auto herum oder auch unten drunter zu machen. War da nicht letztens ein kleiner Öltropfen auf dem Parkplatz, wo der geliebte Kadett immer steht? Also sollte eine Motorwäsche vorher noch drin sein und wo ich gerade dabei bin, schadet es nicht, den Innenraum auch mal gründlich zu reinigen.
Ein leerer Aschenbecher dient zwar nicht der Verkehrssicherheit, aber der erste Eindruck des Prüfers kann alles entscheiden. Profiltiefe und Alter der Reifen lassen sich direkt am Gummi ablesen, die Scheibenwischer sollten nicht ausgefranzt sein, die Hupe muss funktionieren und das Licht die Straße erhellen. Dies alles sind Kleinigkeiten, die man vor der Untersuchung ausmerzen kann. Je weniger Mängel, umso besser.
Damit es in zwei Jahren wieder heißt: Bis dass der TÜV uns scheidet?