Asphaltblase

Ein Blog über Gebrauchtwagen, Ersatzteile & Reparaturen
 


Gebrauchtwagenpreise 2009 - günstiger Kauf im neuen Jahr?©flickr / The Pug Father

Sie überlegen schon seit längerem einen Gebrauchtwagen zu kaufen und wissen nicht wann der richtige Zeitpunkt ist? Bei der großen Auswahl ist es für den Käufer auch gar nicht leicht, ein geeignetes Modell zu finden.

Laut Studien werden Gebrauchtwagen immer teuer, da viele Menschen ihre Autos öfter wechseln, als noch ein paar Jahre zuvor. Der Wert sinkt bei einem frühen Verkauf nicht ganz so stark und so können Verkäufer noch einen relativ hohen Preis für ihre Wagen erzielen.

So gelangen viele Modelle auf den Markt und der Käufer hat die Qual der Wahl. Sie sollten vor allem auf den Kilometerstand, den äußeren Zustand und die Ausstattung achten und sich von einem professionellen Autoverkäufer beraten lassen.

Passen sie bei Privatkäufen auf und machen sie auf jeden Fall eine Probefahrt, die in die nächste TÜV-Prüfstelle gehen sollte. Die 50 Euro würde ich persönlich ausgeben, denn so können sie sicher sein, dass das Auto keine größeren Schäden hat und seinen Preis Wert ist.

Auch im nächsten Jahr wird das Geschäft mit den Gebrauchten boomen, da immer mehr Menschen auf Gebrauchtwagen zurückgreifen. Schnäppchen können sie sowohl im Jahre 2009 als auch noch in diesem Jahr schlagen. Nur Glück muss man haben und eine Menge Geduld.


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Die Frage hat sich jeder Autokäufer schon einmal gestellt: Stimmt denn die Tacho-Anzeige? Und in der Tat ist kommt es doch auch vor, denn es ist relativ einfach die Welle aus dem Tacho zu drehen.

Viele haben schon einmal überlegt, ob man nicht besser den Tacho aushängt um so den Wert des Fahrzeugs zu erhalten, den er objektiv verlieren müsste. Und ich denke das machen die meisten Autoverkäufer. Nicht nur weil es einfach ist, sondern weil man es kaum überprüfen kann - zumindest nicht der Laie.

Tachoanzeige © Flickr /NathanFromDeVryEET
Tachoanzeigen sind kaum zu trauen!

Was man allerdings beim Gebrauchtwagenkauf beachten kann, ist die allgemeine Frage nach dem Zustand des Wagens. Denn auch wenn man hier einiges drehen kann, so übertreiben doch einige. Wenn ein Fahrzeug mit Baujahr 1990 nur 20.000 Kilometer hat, würde ich - zumindest - von Manipulation ausgehen.

Eine weitere Maßnahme kann sein: Sieht auf der Fahrerseite das Lenkrad, die Gangschaltung und dergleichen trotz geringem Kilometerstand abgenutzt aus, ist Vorsicht geboten.

Allerdings hinterlassen gerade Mechaniker immer wieder kleine Hinweise, die eigentlich nur der Erinnerung dienen. So ist im Motorraum meist beim Ölwechsel eine Plakete angebracht worden, auf der der Tachostand meist notiert wird. Manchmal lohnt sich auch der Blick auf die Innenseite des Fahrers, da manchmal hier ebenfalls eine Inspektionsplakete bei der Autoreparatur angebracht worden ist, die den Kilometerstand angibt. Wenn die Daten zu wenig abweichen, je nach letztem Eintrag, sollte man hier auch die Finger von lassen.

Das Beste ist jedoch das Check-Heft. Hier ist alles über Auto und Motor verzeichnet. Wenn dieses gut und ordentlich geführt wurde, kann man der Manipulation schnell auf die Schliche kommen.


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Saab 900 I Baujahr 1987

Über Saab kann man eine Menge erzählen. Schließlich kommt das Unternehmen ursprünglich aus der Flugzeugbau-Branche und hat erst 1947, also nach dem Krieg, mit der PKW-Industrie neue Wege gesucht. Doch heute geht es weniger um das Unternehmen Saab, als um ein ganz bestimmtes Modell: Den Saab 900 I.

Dieses Auto ist ohne Zweifel das beste Saab-Modell ever. Warum? Als erstes ist der Schnitt der Karosserie zu beachten. Ich rede vom 1987er Modell. Diese Kombination aus Fließheck und flacher Schnauze sieht auf den ersten Blick unförmig, auf den zweiten Blick unglaublich cool aus. In schwarz oder dunkelblau mit dezenten Felgen ist dieser Saab ein Auto, das im Auftreten an verrauchte Jazzclubs oder in verregnete Herbstnachmittage hineinpasst.

Dann die Innenausstattung. Die variiert natürlich je nach Modell, aber wenn ihr Glück habt, bekommt ihr noch so ein funky Licht für das Handschuhfach, in dem sich die gebunkerten Wertsachen am besten in grün ausmachen, wie direkt von der Venus geklaut.

Natürlich ist ein Saab extrem anfällig für den Zahn der Zeit. Da rostet der Unterboden, die Elektronik spinnt und das Fahrwerk ist auch nicht unbedingt das Beste der Welt. Also aufpassen, was man euch da andrehen will. Trotz aller Kinkerlitzchen ist das aber ein wunderschönes Auto.


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Schrottreife deutsche Autos, die hierzulande keine TÜV-Prüfung überstehen würden, sind ein alltägliches Bild auf den Straßen des ärmsten Kontinents der Welt. Im Durchschnitt werden pro Jahr circa 90.000 gebrauchte Autos nach Afrika exportiert.

Alter Mercedes in Afrika © flickr /Stig Nygaard

Für zahlreiche deutsche Gebrauchtwagenhändler ist es mittlerweile ein sehr lukratives Geschäft, ausgemusterte deutsche Autos billig zu kaufen, eventuell zu reparieren, und nach Afrika zu verschiffen. Fabrikneue Wagen können sich nur äußerst reiche Afrikaner leisten. Da die Einkommensschere auf dem „schwarzen Kontinent“ bekanntlich gewaltig ist, bleibt dem Großteil deren Bewohner nichts anders übrig als auf importierte veraltete Gebrauchtwagen zurück zu greifen. Besonders beliebt sind kleine Transporter und Pritschenwagen.

Das Geschäft in Afrika macht ungefähr ein sechstel des deutschen Gebrauchtwagenexports aus. Hauptabnehmerländer sind die westafrikanischen Staaten Benin, Nigeria, Niger und Togo. Der Durchschnittswert der Autos beträgt circa 2.500 Euro. Zum Vergleich: ein nach Amerika exportierter Wagen kostet im Schnitt 28.600, also mehr als das zehnfache. Handel und Weiternutzung alter Autos ist zweifelsohne auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Importländer. Dennoch sind deutsche Händler gewarnt, ihre Verantwortung nicht zu unterschätzen und keine Ware weiter zu verkaufen, die das Leben der Fahrer gefährden könnte.


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Kauft man sich ein Gebrauchtwagen aus privater Hand, so ist es erforderlich, um dieses nach Hause zum Wohnsitz fahren zu können, ein sogenanntes Überführungskennzeichen zu besorgen. Dieses erhält man in der zuständigen Kfz-Zulassungsstelle, genauer gesagt bei der Zulassungsbehörde des Straßenverkehrsamtes.

Natürlich gibt es das nicht umsonst, man muss dafür 30€ investieren. Dieses Kurzkennzeichen ist gleichzeitig für die Überführung des Autos und die dazugehörige Versicherung gültig. Es kann bis zu 5 Tagen ab Tag der Zulassung genutzt werden und muss dann in ein normales Kennzeichen umgewandelt werden. Man erhält das Überführungskennzeichen aber nur, wenn man von seiner Versicherung eine Versicherungsbestätigung, also eine vorläufige Deckung, nachweisen kann. Ansonsten besitzt das Auto keinen Versicherungsschutz.

Weiterhin ist der Personalausweis oder Pass mit Meldebescheinigung mitzubringen. Möchte man den Pkw auf ein Gewerbe zulassen, ist es nötig, den Handelsregisterauszug oder die Gewerbeanmeldung vorzulegen.

Nach diesen 5 Tagen, die das Kurzkennzeichen einen Versicherungsschutz bietet, muss das Auto dann regulär auf den Halter zugelassen werden.

Es gibt auch schon Anbieter, die diese Überführungskennzeichen für ca. 20 Euro pro Tag verleihen.

Erwerbe ich als Privatperson ein solches “rotes Kennzeichen”, dann kann ich nur ein Auto innerhalb der 5 Tage mit diesem fahren, da die Fahrgestellnummer festgehalten wird. Bei Autohäusern sind die Regelungen wieder anders festgehalten.

Wichtig bei dieser Thematik ist es, zu wissen, dass ein Überführungszeichen nicht gleichbedeutend mit einer Erstzulassung ist.


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Navigationsgerät ©Xurble

Vor kurzer Zeit wurde vor dem Oberlandesgericht in Köln ein Fall verhandelt, in welchem die Streitlage so war, dass ein Käufer eines Gebrauchtwagens vom Kauf zurücktreten wollte, weil das Navigationsgerät des Gebrauchtwagens defekt war.

Der Kläger erhielt Recht, das Gericht entschied mit folgendem Urteil: „Defektes Navigationsgerät kann Rücktritt vom Vertrag begründen.“ Man muss aber an dieser Stelle beachten, dass das Navigationsgerät mindestens fünf Prozent des Gesamtwertes des Autos ausmachen muss, damit hier ein wesentlicher Mangel vorliegt, der erst eien Rücktritt ermöglicht. Außerdem muss der Verkäufer die Möglichkeit erhalten, mindestens drei Reparaturversuch zu unternehmen. Erst, wenn der Mangel beim dritten Versuch nicht zufriedenstellend repariert wurde, greift das Urteil.

Gerade bei neueren Modellen dürfte dies verheerende Folgen für die Händler haben, wenn sich die sogenannte “Wesentlichkeitsgrenze”, die bisher bei zehn Prozent gelegen hatte, nun auf fünf Prozent absinkt. Diese Grenze kann dann nicht nur auf Navigationsgeräte angewendet werden, sondern auch auf andere Kleinteile am Wagen. Nimmt man ein Modell des Marktführers TomTom, kostet dieses neu durchschnittlich um die 300 Euro. Dies würde bedeuten, wenn ein Gebrauchtwagen im Wert von 6.000 Euro ein defektes Navigationsgerät im Wert von 300 Euro besitzt, kann der Käufer nach vergeblichen Reparaturen von Kauf zurücktreten.

Mit diesem Urteil werden die Rechte der Käufer gestärkt, denn zu oft werden sie damit gelockt, dass der hohe Preis für einen Gebrauchtwagen aus der modernen Ausstattung wie Klimaanlage und Navigationsgerät resultiert.


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